Donnerstag, 10. März 2011

Midstay-Camp!

ach dem ihr seit einigen Wochen nichts mehr von mir gehoert habt, kommt hier der naechste Eintrag. 
Am 18. Januar ging es los zum ASF midstay camp. Morgens um 5 Uhr musste ich den Bus nach Arequipa nehmen, aber wie das mit der peruanischen Zeit hier so ist, sind wir erst um 4.55 Uhr von zu Hause losgefahren. Als wir am Busbahnhof ankamen, ist der Bus schon losgefahren. Ich habe mein Gepaeck geschnappt und mein Vater ist an den Bus gesprungen und hat gerufen ”Er hat ein Ticket, er hat ein Ticket!!”. Dann hat der Bus einfach nur die Tuer aufgemacht und ich musste mit Gepeack in den fahrenden Bus springen. Erst die Koffer reingeschmiessen und dann hinterhergesprungen. Nach 6 Stunden war ich in Arequipa und ein Chauffeur hat mich abgeholt, da meine Mutter meinte, dass ich nicht mit dem Taxi fahren sollte, weil es zu gefeahrlich ist. Dann ging es mit dem Flugzeug nach Lima zu den anderen AFS-Kollegen. In Lima haben wir dann 8 Stunden warten muessen und waren waehrendessen bei Starbucks und haben Donuts fuer die Fahrt gekauft. Wir sind um 11 Uhr abends 7 stunden nach Chimbote mit dem Bus gefahren und als wir um 6 Uhr morgens ausgestiegen sind, hat es sehr nach Fisch gestunken. 
Chimbote ist eine Fischerstadt, also brauchte man sich nicht zu wundern. Wir sind anschliessend zum Campamento en "Tortugas” gefahren. Das ist eine kleine Bucht mit Strand. Wir hatten dort jeder ein Einzelzimmer. Am ersten Tag haben wir nur unsere  Staedte vorgestellt, waren am Strand und haben ueber alles Mögliche geredet. Am 2. Tag haben wir ein Plakat erstellt, wo unsere guten und negativen Erfahrungen dargestellt wurden. Ich habe anschließend eine kleine Tour mit anderen Afs-ern gemacht. Wir sind nachmittags einer Route am Meer gefolgt und dann kam die Flut und wir mussten uns an einer Steilwand entlang hangeln und langsam nach oben klettern, weil auf der linken Seite das Meer und auf der rechten Seite eine Steilwand war. Bei einem  Abschnitt war der Abstand zu gross und wir mussten mit Klamotten ins Wasser springen. Natuerlich haben wir vorher die Handys und die Wertsachen in ein Rucksack gepackt und sind dan nur mit Hose reingesprungen. Wir dachten, das Wasser waere nur 1 Meter tief aber es waren mehr als 2 Meter. Als wir an der anderen Seite ankamen, mussten wir  wieder an einer Steilwand klettern. Die Wellen wurden immer hoeher und es wurde dunkel. Als wir nach langer Zeit an einer Terasse ankamen sind wir an einem Haus vorbeigelaufen. Aber weil der Weg über ein Privatgrundstueck ging und ueberall Licht brannte, sind wir schnell gerannt. Im Anschluss konnten wir einen Sandberg 'runterlaufen, und haben uns gegenseitig in den Sand geschubst. Der Sand hat an den nassen Klamotten so geklebt, dass wir die Sachen ueber nacht rausgeheangt haben. 
Am naechsten Tag ging es dann weiter nach Trujillo. Wir waren in einem kleinen Hostel untergebracht und haben am ersten Tag Museen besucht und durften dann zum Strand. Ein Kollege und ich haben uns ein Surfboard ausgeliehen und waren surfen. Am naechsten Tag haben wir die Stadt besichtigt und konnten alleine was machen. Danach ging es dann weiter nach Chiclayo. Dort haben wir am ersten Tag wieder ein Museum besucht und vor der Tuer  fragte mich eine aeltere Dame, die mit ihren Toechtern Schluesselanheanger verkaufen wollte, nach meinem Alter. Anschliessend meinte sie, dass sich eine ihrer Töchter in mich verliebt haette hahahahah Ich dachte nur: schnell weg. Am naechsten Tag sind wir nach Tumbes gefahren, einer der noerdlichsten Staedte in Peru. Zwischendurch sind wir an Mancora vorbeigefahren. Das ist das Surferparadies und die Partymeile von Peru :D  
In Tumbes angekommen wurde einem Maedchen die Tasche am Busbahnhof geklaut. Am andern Tag ging das Programm frueh los. Wir sind zu einem Schlammbad gefahren. Der Schlam war sehr heiss und wir sahen danach aus wie Sau. Anschliessend sind wir zum Strand gefahren. Das Wasser war waermer als die Aussentemperatur und die Wellen ein Traum. 3-4 Meter hoch. Aber man konnte nicht surfen, weil sie zu schnell gebrochen sind. Wir waren die ganze Zeit im Wasser und man hat nur Peruaner gesehen die knietief im Wasser standen :D weil die alle nicht schwimmen koennen obwohl sie am Meer wohnen.  Einmal hats mich ganz hart erwischt. Eine Welle, um die 4 Meter hoch, kam auf uns zu und 2 Freunde waren etwa 2 Meter vor mir entfernt. Die Welle kam und sie sind einfach druebergekomen. Ich dachte, gut, das schaff ich auch. Aber als ich genau oben war, brach die Welle und schleuderte mich aus 4 Metern Hoehe ins ca. 1 Meter tiefe Wasser. Mit Saltos und allem durch das Wasser  fliegen und keine Luft mehr kriegen ist ein geiles Gefuehl sag ich euch! Irgendwann stand ich dann mit Schmerzen im Wasser und wollte nur noch raus. Aber der Sog vom zurueck fließenden Wasser  hat mich daran gehindert rauszukommen. Ich dachte mir nur, lass dich von einer Welle mitreissen und dann bist du oben am Strand. Wie gesagt so getan. Endlich lag ich halb tot am Strand und hatte mich kurz ausgeruht als ich die ersten Strandkrebse gesehen habe. Die wohnen nicht im Wasser sondern nur im Sand in kleinen Loechern :D Dann ging es wieder ins Hotel, mit zwei blutenden Wunden. Abends durften wir in eine Bar gehen, die mit ueber 40-jaehrigen Leuten besetzt war. Das war dann nicht so toll, aber naja. Am naechsten Tag haben wir einen Bootsausflug gemacht. Im Boot hat man uns Schwimmwesten gegeben, die wir aber sofort wieder ausgezogen haben, weil wir ja schwimmen koennen. Wir haben dann eine Krokodilfarm besichtigt und eine Insel, auf der nur Voegeln leben. Um 4 Uhr mittags mussten wir den Bus nach Lima nehmen. 
Nach 20 Stunden Fahrt sind wir endlich gegen 13 Uhr in Lima angekommen. Dort gab es dann zwei Möglichkeiten um nach Arequipa zu kommen. Mit Flugzeug oder Bus. Wir, zwei Belgier und ich, haben gehofft, dass wir mit dem Flugzeug fliegen könne denn sonst wuerden wir noch weitere 24 Stunden mit dem Bus nach Arequipa fahren müssen und noch weitere 6 Stunden nach Puno. Wir waren doch sehr erleichtert als wir gehoert haben, dass es mit dem FLugzeug weiter gehen sollte. Schnell eingecheckt und dann wieder warten. Der Flug sollte um 15.00 starten. Aber wie es in Peru so ist, war das nix. Das Flugzeug war zwar ok, aber das Wetter in Arequipa war schlecht. Nach mehr als 3 Stunden warten hies es: Flug gestrichen. Alle haben rumgemotzt und waren sauer. Versteandlich. Das hiess auch, dass wir unseren Bus um 8 Uhr morgens am neachsten Tag verpassen wuerden. Wir haben bestimmt 10 mal versucht die Notfallnummer von Afs zu waehlen, aber niemand war erreichbar. Bis dann endlich doch jemand, die Presidentin von AFS-Perú ran ging und wir vom Flughafen zum Hotel gebracht wurden. Da haben wir eine weiter Person getroffen, die nicht mit dem Bus weiterfahren konnte wegen schlechtem Wetter in einer anderen Stadt. 
Am naechsten Morgen war der Flug um 11 Uhr geplant. Um 12 Uhr ging es dann endlich los. Das nennt man halt peruanische Pünktlichkeit. Auf dem einstuendigen Flug hat der Steward mit einer der Belgierinnen geflirtet und am Schluss hat er ihr seine Telefonnummer gegeben. Peruvian Airline :D Um 13 Uhr sind wir dann angekommen, ins Hotel gefahren und haben eine Shoppingmall besucht. Am Abend meinte dann ein Afs Kollege, dass der Bus am naechsten Tag voll sei und so mussten wir noch einen weiteren Tag in Arequipa warten. Wir haben zwei weitere Shopping-Malls besucht und wir mussten alle Ausgaben aufschreiben, weil Afs alles gezahlt hat. Am naechsten Tag ging es endlich weiter und der Bus war leer. Als ich in Puno angekommen bin, war es wieder sehr kalt. Im internet habe ich dann gesehen, dass sich viele Leute schon Sorgen gemacht haben. Aber ich lebe noch und mir geht es gut. Am 15. Februar bin ich wieder fuer 2 Wochen unterwegs. Dann fahre ich auf die Galapados-Inseln. In den naechstesn Tagen feitert man in Puno das groesste Fest ueberhaupt: Die Candelaria. Da tanzen alle Menschen und es kommen viele Besucher aus Lima, Arequipa und aus dem ganzen Land um zu tanzen. Mehr dazu gibt's das neachste  Mal. 

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